hh postkolonial
Wie geht Hamburg mit seiner Kolonialgeschichte um? Und welche Folgen des Kolonialismus sind noch heute in der reichen Hafenstadt zu spüren? In Kooperation mit Vereinen und Initiativen aus den Bereichen Kultur, Kunst, Wissenschaft und Migration arbeitet das Eine welt Netzwerk Hamburg daran, ein differenziertes Bild der Hamburger Kolonialgeschichte und deren nachhaltige Bedeutung für die Stadt in der Öffentlichkeit zu verankern.
AG Hamburg Postkolonial
Ende 2010 traf sich ein Kreis von Menschen und Initiativen, die sich für das Thema Postkolonialismus und Erinnerungskultur in Hamburg interessieren. Eine intensivere Zusammenarbeit und weitere Vernetzung waren erwünscht und es entstand die Idee, sich regelmäßig als AG Hamburg Postkolonial zu treffen. Aktuelle Termine stehen rechts in der Terminspalte!
Hafen- und Stadttouren
Gemeinsam mit der Hafengruppe Hamburg und anderen Initiativen bietet das Eine Welt Netzwerk Hamburg jedes Jahr Hafenrundfahrten und Stadtrundgänge zu den Themen Kolonialismus, Migration und Globalisierung an.
Als größte deutsche Hafenstadt und „Tor zur Welt“ des Kaiserreichs wurde Hamburg zur Drehscheibe des deutschen Kolonialreichs in Afrika und Asien. „Kolonialwaren“, aber auch Menschen aus den Kolonien fanden ihren Weg in die Hafenstadt. Die Touren begeben sich auf die Spuren der kolonialen Vergangenheit und der aktuellen Globalisierung.
Koloniale Straßennamen
Die Wanderausstellung und Website freedom roads! beschäftigt sich mit kolonialen Straßennamen und postkolonialer Erinnerungskultur. Auf der Website stehen koloniale Straßennamen aus allen deutschen Städten - die Liste für Hamburg ist besonders lang...
Auf der Website befindet sich auch eine Resolution, die sich u.a. an Kommunen, Landesregierungen und den Deutschen Städtetag richtet. Auch das Eine Welt Netzwerk Hamburg unterstützt die Resolution und ruft dazu auf, sie zu unterzeichnen!
Koloniales Herz der HafenCity
Die Stadt Hamburg gibt sich gerne weltoffen. Die Label "kolonial" und "überseeisch" scheinen untrennbar dazu zu gehören. Und so wird ein Hotel im Kolonialstil gebaut, ein "Colonialwarenmarkt" ins Leben gerufen und eine Straße auf den Namen "Am Kaiserkai" getauft.
In der neuen HafenCity schlägt Hamburgs koloniales Herz besonders laut. Dort gibt es Geschichtsbewusstsein von vorgestern für die Stadt von morgen. Mehr dazu im Artikel "Moderne Nostalgie. Die neue HafenCity in Hamburg würdigt den Geist des Kolonialismus" [pdf] von Anke Schwarzer in den Blättern des iz3w Nr. 318.
"Afrika-Konferenz" vor 125 Jahren

Am 26.2.1885 endete die „Afrika-Konferenz“ in Berlin. Am Jahrestag forderten das Eine Welt Netzwerk Hamburg und das Projekt afrika-hamburg.de die Stadt Hamburg auf, sich endlich kritisch mit dem kolonialen Erbe auseinanderzusetzen. Das organisierte Vergessen in der Stadt blockiert und übertönt das postkoloniale Erinnern. Hamburger Kaufleute wie Heinrich Carl Schimmelmann (1724-1782), Cesar Godeffroy (1813-1885) und Adolph Woermann (1847-1911) zählen zu den Global Playern des deutschen Kolonialismus.
afrika-hamburg
Auf der Website www.afrika-hamburg.de wird eine laufend aktualisierte Auswahl von Veranstaltungen, Projekten, Texten, Fundstücken u.a. vorgestellt, die nach der Projektzeit von afrika-hamburg.de (2004/2005) entstanden sind.
Stadtplan „hamburg postkolonial“
Der Stadtplan „hamburg postkolonial“ des Eine Welt Netzwerks Hamburg und der Hafengruppe ist im Verlag Pharus Plan Berlin erschienen.
Auf deutsch und englisch weist die Karte auf fast 60 wichtige Punkte in Hamburg hin, die sich um die Themen Kolonialismus, Migration und Globalisierung drehen.
Der Stadtplan ist im Buchhandel und hier beim Eine Welt Netzwerk Hamburg erhältlich.
"Hamburg und Kolonialismus"
Aufsatzsammlung "Hamburg und Kolonialismus" [pdf. Kolonialspuren und Gedenkkultur im Selbstverständnis der Handelsstadt". Eine Broschüre der GAL-Bürgerschaftsfraktion Hamburg, August 2007.
Dekolonisation des öffentlichen Raums
"Schimmelmann > pp. Hamburg entfernt ein Kolonialdenkmal" heißt die Veranstaltungsreihe zum Thema Sklavenhandel, Kolonialismus, Gedenkkultur und Kunst. Die Lesungen, Vorträge und Kurzfilme liefen im Herbst 2008.
So genannter "Tansania Park"
Anstelle des so genannten "Tansania Parks" auf dem Gelände der ehemaligen Lettow-Vorbeck-Kaserne soll ein Ort der kritischen Auseinandersetzung mit der Kolonial- und NS-Geschichte entstehen: Dafür setzen sich das Eine Welt Netzwerk Hamburg und andere Hamburger Initiativen ein. Sie möchten dort ein würdevolles Gedenken an die Opfer von Kolonialherrschaft und Rassismus ermöglichen.
Der in Kooperation mit der Projektgruppe "Offene Kartierung" entstandene, virtuelle Rundgang führt in die Vorgeschichte des "Tansania-Parks" und in die aktuellen Auseinandersetzungen über den Umgang mit der kolonialen und nationalsozialistischen Vergangenheit der Lettow-Vorbeck-Kaserne ein.
Wandsbektransformance
Das Projekt wandsbektransformance erkundet in Hamburgs Nordosten die Gegenwart des Kolonialen. Als forschendes Kunstprojekt geht es dazu materiellen und mentalen Spuren nach und setzt Zeichen.
Wie begegnen HamburgerInnen in Wandsbek kolonialen Traditionen? Wie gehen sie um mit kolonialen Monumenten und Symbolen? Mit Ehrungen für Wissmann, Trotha, Schimmelmann? Mit Ansehen und Wirtschaftskraft, gewonnen aus Kolonialraub, Sklaven- und Zwangsarbeit?
Ausstellung und Broschüre
"Zwischen Völkerschau und Kolonialinstitut - AfrikanerInnen im kolonialen Hamburg": So lautet der Titel einer Ausstellung des Eine Welt Netzwerks Hamburg sowie der Begleitbroschüre. Sie kamen als Seeleute der Woermann-Linie, als "Sprachgehilfen" des Hamburgischen Kolonialinstituts oder als TeilnehmerInnen von Hagenbecks Völkerschauen. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten rund zweihundert Männer und Frauen aus Afrika in Hamburg und Altona. Im Begleitband zur Ausstellung "Zwischen Völkerschau und Kolonialinstitut" begeben sich die AutorInnen Heiko Möhle, Susanne Heyn und Susann Lewerenz mit Bildern und Dokumenten auf die Suche nach den Spuren einer fast vergessenen Migrationsgeschichte.
Diskurs postkolonial
Zeitschrift: Diskurs postkolonial [pdf] (Ausgabe 01, 17.05.2006) von SchülerInnen des Heisenberg-Gymnasiums, Leistungskurs Geschichte
hamburg-postkolonial
Die Website hamburg-postkolonial ist eine Arbeit der bildenden Künstlerin Jokinen in Zusammenarbeit mit den Veranstaltern CulturCooperation e.V., dem Eine Welt Netzwerk und der Arbeitsgruppe
Weitere Links
www.berliner-afrika-konferenz.de/index.html


